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DGUV-V3-Prüfung: Sinnvolle Sicherheit oder zusätzlicher Aufwand?
DGUV-V3-Prüfung: Sinnvolle Sicherheit oder zusätzlicher Aufwand?
Das Mischpult läuft, der Scheinwerfer leuchtet und die Lautsprecher liefern den gewünschten Sound. Warum also Geräte prüfen lassen, die scheinbar einwandfrei funktionieren? Diese Frage ist im Veranstaltungsalltag verständlich. Schließlich kosten Prüfungen Zeit und Geld – und müssen zwischen Veranstaltungen, Aufbauten und Materialrückgaben eingeplant werden.
Doch ein funktionierendes Gerät ist nicht automatisch elektrisch sicher. Genau hier setzt die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 an.
Was steckt hinter der DGUV Vorschrift 3?
Die DGUV Vorschrift 3 beschäftigt sich mit der Sicherheit elektrischer Anlagen und Betriebsmittel im betrieblichen Einsatz. Sie verpflichtet Unternehmen unter anderem dazu, deren ordnungsgemäßen Zustand durch Prüfungen sicherzustellen. Wiederkehrende Prüfungen sollen mögliche Mängel rechtzeitig erkennen. Die Prüffristen müssen passend zu den jeweiligen Bedingungen festgelegt werden – ein pauschaler Zeitraum für sämtliche Geräte greift zu kurz. Quelle: DGUV Vorschrift 3, § 5
Für die Veranstaltungstechnik betrifft das beispielsweise elektrisch betriebene Scheinwerfer, Aktivlautsprecher, Mischpulte oder Verlängerungsleitungen.
„Hat doch beim letzten Mal noch funktioniert!“
Ein Satz, den vermutlich jeder aus dem technischen Alltag kennt. Zwischen zwei Einsätzen kann allerdings viel passieren: Kabel werden transportiert, Stecker häufig ein- und ausgesteckt und Geräte beim Auf- und Abbau bewegt.
Manche Schäden sind deutlich sichtbar, andere bleiben im normalen Betrieb zunächst unbemerkt. Eine Prüfung kann helfen, sicherheitsrelevante Mängel zu erkennen, bevor daraus eine Gefahr entsteht. Dass ein Gerät noch funktioniert, ersetzt deshalb keine Aussage über seinen sicheren Zustand.
Der Aufwand ist trotzdem ein Thema
Wer einen größeren Gerätebestand besitzt, muss Prüfungen organisieren, Material bereitstellen und die Dokumentation verwalten. Gerade in einer vollen Veranstaltungssaison ist das eine zusätzliche Aufgabe.
Die Frage nach einem angemessenen Aufwand ist daher berechtigt. Entscheidend ist eine fachgerechte Planung, die Nutzung und Beanspruchung der Geräte berücksichtigt. Ein sorgfältig behandeltes Gerät im Büro ist anderen Bedingungen ausgesetzt als Equipment, das regelmäßig auf Veranstaltungen unterwegs ist.
Über Organisation und passende Prüfintervalle lässt sich diskutieren. Bestehende Prüfpflichten werden dadurch allerdings nicht freiwillig.
Mehr als eine Plakette auf dem Gehäuse
Eine Prüfplakette macht einen Prüftermin sichtbar. Entscheidend sind jedoch die tatsächlich durchgeführte Prüfung, die Bewertung der Ergebnisse und die zugehörige Dokumentation.
Ebenso wichtig bleibt der sorgfältige Umgang mit dem Material zwischen den Prüfungen. Ein beschädigtes Kabel wird durch eine noch aktuelle Plakette nicht sicher. Auffällige Geräte sollten aus dem Einsatz genommen und fachkundig überprüft werden.
Auch bei der Vorbereitung einer Veranstaltung können Prüfnachweise zum Thema werden – etwa wenn Auftraggeber oder Veranstaltungsstätten entsprechende Unterlagen verlangen. Wer seine Dokumentation griffbereit hat, kann solche Anforderungen leichter bearbeiten.
Unser Fazit: Sicherheit geht vor
Ist die DGUV-V3-Prüfung sinnvoll oder zusätzlicher Aufwand? Im Alltag kann sie beides sein. Der organisatorische Aufwand ist real. Gleichzeitig haben Prüfungen einen klaren Zweck: mögliche Gefahren durch elektrische Geräte frühzeitig zu erkennen.
Ob jeder Ablauf praktisch organisiert ist, darf man hinterfragen. Beim Schutz von Mitarbeitenden, Kunden und Gästen sollte jedoch klar sein: Sicherheit geht vor. Seine Gerätschaften regelmäßig fachkundig prüfen zu lassen, kann nicht verkehrt sein – und im betrieblichen Bereich sind die geltenden Prüfpflichten einzuhalten.
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Telefon: 0221 16941863
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