Finden statt suchen! Technische Begriffe einfach erklärt.
Akku-Lautsprecher
Ein Akku-Lautsprecher ist ein aktiver Lautsprecher mit eingebautem Akku und kann dadurch unabhängig von einer Steckdose betrieben werden. Solche Systeme eignen sich besonders für kleinere Veranstaltungen, mobile Beschallungen, Außenbereiche oder Orte ohne geeignete Stromversorgung. Je nach Modell stehen zusätzlich Bluetooth, Mikrofoneingänge oder Funkmikrofone zur Verfügung. Akku-Lautsprecher lassen sich bei Bedarf mit weiterer Audiotechnik zu einem passenden Beschallungssystem ergänzen.
Akku-Scheinwerfer
Ein Akku-Scheinwerfer ist ein LED-Scheinwerfer mit integriertem Akku und kann dadurch ohne direkte Stromversorgung eingesetzt werden. Besonders praktisch ist das bei Uplighting, Hochzeiten, Firmenveranstaltungen oder Locations, in denen möglichst wenige Kabel verlegt werden sollen. Viele Modelle lassen sich zusätzlich drahtlos steuern und flexibel im Raum verteilen. Passende Scheinwerfer lassen sich je nach Raumgröße und gewünschter Wirkung unterschiedlich kombinieren.
Aktivlautsprecher
Ein Aktivlautsprecher besitzt bereits eine eingebaute Endstufe und benötigt deshalb keinen separaten Leistungsverstärker. Audiosignal und Stromversorgung werden direkt am Lautsprecher angeschlossen, wodurch sich solche Systeme meist schnell und unkompliziert aufbauen lassen. Aktivlautsprecher eignen sich besonders für mobile Beschallungen, Präsentationen, Feiern und kleinere bis mittlere Veranstaltungen. Je nach benötigtem Pegel und Tiefton können sie mit weiterer Beschallungstechnik kombiniert werden.
Analogmischpult
Ein Analogmischpult verarbeitet Audiosignale über klassische analoge Signalwege. Lautstärke, Klangregelung, AUX-Wege und weitere Funktionen werden direkt über Regler und Fader bedient. Dadurch ist der Signalweg meist schnell nachvollziehbar und besonders bei überschaubaren Beschallungsaufgaben unkompliziert. Für umfangreichere Anwendungen können alternativ digitale Mischpulte eingesetzt werden.
Anschlagmittel
Anschlagmittel verbinden beim Rigging Lasten mit Tragkonstruktionen oder Hebezeugen. Dazu gehören je nach Anwendung beispielsweise Rundschlingen, Stahlseile, Ketten oder Schäkel. Da mit ihnen häufig Traversen, Scheinwerfer oder Lautsprecher befestigt werden, müssen Belastbarkeit und vorgesehener Einsatzzweck genau berücksichtigt werden. Anschlagmittel gehören deshalb zum sicherheitsrelevanten Bereich von Rigging und Bühnentechnik.
Art-Net
Art-Net ist ein Netzwerkprotokoll, mit dem Lichtsteuerdaten über Ethernet-Netzwerke übertragen werden können. Dadurch lassen sich mehrere DMX-Universen über eine gemeinsame Netzwerkstruktur transportieren, was besonders bei größeren Lichtanlagen mit vielen Scheinwerfern und Steuerkanälen praktisch ist. Art-Net ergänzt moderne Lichttechnik um eine flexible digitale Signalverteilung.
Auflösung
Die Auflösung gibt an, aus wie vielen Bildpunkten ein digitales Bild besteht. Full HD besitzt beispielsweise 1.920 × 1.080 Pixel. Eine höhere Auflösung kann mehr Bilddetails darstellen, ist aber nicht allein für die sichtbare Bildqualität verantwortlich. Bildgröße, Betrachtungsabstand und Signalquelle spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei Videotechnik sollte die Auflösung deshalb passend zur Anwendung gewählt werden.
AUX-Weg
Ein AUX-Weg ist ein zusätzlicher Signalweg eines Mischpults. Darüber können einzelne Eingangskanäle unabhängig vom Hauptsignal beispielsweise an Bühnenmonitore, In-Ear-Systeme oder Effektgeräte geschickt werden. Gerade bei Live-Veranstaltungen ermöglichen mehrere AUX-Wege unterschiedliche Monitormischungen für Musiker oder Moderatoren. Ihre Anzahl ist deshalb ein wichtiges Auswahlkriterium bei Mischpulten.
Backline
Als Backline bezeichnet man hauptsächlich die Instrumententechnik auf oder hinter einer Bühne. Dazu gehören beispielsweise Gitarrenverstärker, Bassverstärker, Schlagzeug oder Keyboards. Die Backline ist nicht automatisch Bestandteil einer PA-Anlage und wird bei Konzerten häufig separat geplant. Wie die verschiedenen technischen Bereiche zusammenspielen, erklärt auch unser 1×1 der Veranstaltungstechnik.
Ballast
Ballast ist zusätzliches Gewicht, das zur Stabilisierung temporärer Konstruktionen eingesetzt wird. Bei Bühnen, Traversen oder anderen Aufbauten kann Ballast dabei helfen, Kipp- und Windkräften entgegenzuwirken. Die notwendige Menge hängt von Konstruktion, Aufbau und Belastung ab und darf nicht pauschal geschätzt werden. Ballast ist deshalb ein wichtiger Bestandteil von Rigging und Bühnenkonstruktionen.
Beam
Ein Beam ist ein besonders enger und stark gebündelter Lichtstrahl. Beam-Scheinwerfer und entsprechende Moving Heads werden eingesetzt, um deutlich sichtbare Lichtstrahlen und dynamische Effekte zu erzeugen. Besonders gut kommen diese Strahlen in Verbindung mit Haze oder Nebel zur Geltung. Beams gehören vor allem zur Show- und Effekt-Lichttechnik.
Beamer
Ein Beamer projiziert Bilder, Videos oder Präsentationen auf eine Leinwand oder eine andere geeignete Projektionsfläche. Bei der Auswahl sind vor allem Lichtleistung, Auflösung, Projektionsabstand, gewünschte Bildgröße und vorhandenes Umgebungslicht entscheidend. Ein großer Raum benötigt deshalb häufig einen entsprechend leistungsstarken Beamer und eine passend dimensionierte Leinwand.
Beatmatching
Beatmatching bezeichnet beim DJing das Angleichen von Tempo und Taktschlägen zweier Musikstücke. Ziel ist es, beide Titel so synchron laufen zu lassen, dass ein fließender Übergang möglich wird. Moderne Player und Controller können dabei technisch unterstützen, dennoch gehört das manuelle Beatmatching weiterhin zu den klassischen DJ-Grundlagen. Passendes DJ-Equipment bietet dafür Funktionen wie Pitch, Cue und Sync.
Bildformat
Das Bildformat beschreibt das Verhältnis zwischen Breite und Höhe eines Bildes. Heute ist 16:9 besonders verbreitet, während ältere Präsentationen häufig noch 4:3 verwenden. Stimmen Quelle, Projektor und Leinwand nicht überein, können schwarze Bereiche oder eine ungünstige Bildausnutzung entstehen. Bei Videotechnik sollte das gewünschte Format deshalb bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
BPM
BPM steht für „Beats per Minute“ und beschreibt das Tempo eines Musikstücks. Ein Titel mit 120 BPM besitzt beispielsweise 120 Taktschläge pro Minute. Für DJs sind BPM-Werte wichtig, weil sich Titel mit ähnlichem Tempo leichter aufeinander abstimmen und miteinander mixen lassen. Professionelles DJ-Equipment kann BPM-Werte direkt anzeigen oder automatisch analysieren.
Bühnenmonitor
Ein Bühnenmonitor ist ein Lautsprecher, über den Künstler, Musiker oder Sprecher sich selbst und andere Signale auf der Bühne hören können. Monitore erhalten meist einen eigenen Mix über das Mischpult. Dadurch kann beispielsweise ein Sänger mehr Gesang hören als andere Musiker. Bühnenmonitore gehören damit zur passenden Beschallungstechnik für Live-Veranstaltungen.
Bühnenpodest
Ein Bühnenpodest ist ein tragfähiges, meist modulares Element zum Aufbau von Bühnen und erhöhten Flächen. Mehrere Podeste lassen sich zu unterschiedlichen Bühnenformen und Größen zusammensetzen. Je nach Aufbau können zusätzlich Füße, Treppen, Geländer oder Verkleidungen erforderlich sein. Bühnenpodeste gehören zum Bereich Rigging und Bühne.
Bühnentechnik
Bühnentechnik umfasst technische und konstruktive Komponenten, die für Aufbau und Betrieb einer Bühne benötigt werden. Dazu zählen beispielsweise Bühnenpodeste, Traversen, Treppen, Geländer und Rigging-Komponenten. Belastbarkeit, Standsicherheit und fachgerechte Montage spielen dabei eine zentrale Rolle. Je nach Veranstaltung lässt sich die benötigte Bühnentechnik modular zusammenstellen.
CDJ
Ein CDJ ist ein professioneller DJ-Player für die Wiedergabe und Steuerung digitaler Musik. Moderne Geräte spielen Musik überwiegend von USB-Speichern oder über Netzwerke ab und bieten Funktionen wie Cue-Punkte, Loops, Pitch-Control und Jog-Wheels. Modelle wie der Pioneer CDJ-3000 gehören zu verbreiteten professionellen DJ-Playern.
CEE
CEE bezeichnet robuste Steckverbindungen, die in der Veranstaltungstechnik besonders für größere elektrische Leistungen eingesetzt werden. Häufig verwendet werden rote Drehstromanschlüsse mit 16 A, 32 A oder 63 A. Welche Ausführung benötigt wird, hängt von Leistungsbedarf, Verteilung und angeschlossenen Verbrauchern ab. CEE-Leitungen und Verteiler gehören zur professionellen Stromversorgung.
Clipping
Clipping entsteht, wenn ein Audiosignal stärker ist, als ein Gerät oder eine Signalstufe sauber verarbeiten kann. Dabei werden Signalspitzen begrenzt und hörbare Verzerrungen können entstehen. Starkes oder dauerhaftes Clipping kann außerdem Lautsprecher unnötig belasten. Eine saubere Pegelstruktur und passend dimensionierte Audiotechnik helfen, Übersteuerungen zu vermeiden.
CRI
CRI steht für „Color Rendering Index“ und beschreibt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle erscheinen. Ein hoher Farbwiedergabeindex ist besonders wichtig, wenn Hauttöne, Produkte oder Dekorationen möglichst realistisch wirken sollen. Das betrifft beispielsweise Bühnen-, Messe- oder Kameraanwendungen. Bei entsprechender Lichttechnik kann der CRI deshalb wichtiger sein als ein reiner Effektwert.
Crossfader
Ein Crossfader ist ein horizontaler Regler an vielen DJ-Mixern und Controllern. Mit ihm kann zwischen zwei Audiokanälen stufenlos übergeblendet werden. Neben klassischen Übergängen wird der Crossfader auch für schnelle Schnitte und Scratch-Techniken verwendet. Form und Einstellmöglichkeiten unterscheiden sich je nach DJ-Equipment.
Cue
Cue bezeichnet beim DJing das Vorhören oder gezielte Starten eines Signals. Ein DJ kann beispielsweise einen neuen Titel über Kopfhörer vorbereiten, während das Publikum weiterhin den laufenden Titel hört. Cue-Punkte markieren außerdem bestimmte Startpositionen innerhalb eines Musikstücks. Moderne DJ-Player können mehrere solcher Punkte speichern.
Dante
Dante ist eine Technologie zur Übertragung mehrerer digitaler Audiokanäle über IP-basierte Netzwerke. Signale können dadurch über Netzwerkleitungen zwischen Mischpulten, Stageboxen, Verstärkern und weiteren kompatiblen Geräten übertragen werden. Besonders bei größeren Systemen reduziert das den Verkabelungsaufwand. Dante erweitert moderne Audiotechnik um flexible digitale Routing-Möglichkeiten.
Delay
Delay bedeutet Verzögerung. In der Audiotechnik kann ein Signal gezielt um wenige Millisekunden verzögert werden, um Laufzeitunterschiede zwischen verschiedenen Lautsprechern auszugleichen. Delay ist außerdem ein klassischer Audioeffekt mit zeitlich verzögerten Wiederholungen. In professioneller Beschallungstechnik wird Delay deshalb sowohl technisch als auch kreativ eingesetzt.
Delay-Line
Eine Delay-Line ist eine zusätzliche Lautsprecherposition, die weiter vom Hauptsystem entfernt aufgestellt wird. Das Signal wird zeitlich verzögert, damit Hauptlautsprecher und Delay-Lautsprecher beim Publikum möglichst passend zusammentreffen. So können längere oder größere Veranstaltungsflächen gleichmäßiger beschallt werden. Delay-Lines gehören zu umfangreicherer Beschallungstechnik.
DGUV Vorschrift 3
Die DGUV Vorschrift 3 betrifft die Sicherheit elektrischer Anlagen und Betriebsmittel im gewerblichen Bereich. Für Veranstaltungstechnik ist sie relevant, weil Geräte, Leitungen und Verteiler regelmäßig transportiert und intensiv genutzt werden. Sichere Betriebszustände und Prüfungen gehören deshalb zum technischen Alltag. Das betrifft insbesondere Geräte und Komponenten der Stromversorgung.
DI-Box
Eine DI-Box dient dazu, Audiosignale für die weitere Übertragung und Verarbeitung anzupassen. Sie wird beispielsweise zwischen Instrumenten oder Zuspielern und einem Mischpult eingesetzt. Häufig wandelt sie unsymmetrische Signale in symmetrische Signale um und ermöglicht störungsärmere längere Kabelwege. DI-Boxen gehören deshalb zum typischen Zubehör professioneller Audiotechnik.
Digitalmischpult
Ein Digitalmischpult verarbeitet Audiosignale digital und bietet meist zahlreiche integrierte Funktionen wie Equalizer, Kompressoren, Gates, Effekte und flexible Signalwege. Viele Modelle lassen sich zusätzlich per Tablet oder Computer bedienen. Dadurch eignen sich digitale Mischpulte besonders für flexible und umfangreichere Veranstaltungsproduktionen.
Dimmer
Ein Dimmer regelt die elektrische Leistung beziehungsweise Helligkeit geeigneter Leuchtmittel. Klassische Dimmer werden vor allem bei konventionellen Scheinwerfern eingesetzt. Moderne LED-Scheinwerfer besitzen ihre Dimmerelektronik häufig bereits im Gerät und werden direkt per DMX gesteuert. Dimmer bleiben dennoch ein wichtiger Begriff innerhalb klassischer Lichttechnik.
DJ-Controller
Ein DJ-Controller ist ein Steuergerät für DJ-Software auf einem Computer oder mobilen Gerät. Jogwheels, Fader, Pads und weitere Bedienelemente ermöglichen eine Bedienung ähnlich wie bei klassischen Playern und Mixern. Viele Modelle besitzen bereits ein integriertes Audio-Interface. Dadurch lässt sich mit kompaktem DJ-Equipment ein vollständiger DJ-Arbeitsplatz aufbauen.
DJ-Mixer
Ein DJ-Mixer verbindet mehrere Audioquellen und ermöglicht einem DJ, zwischen ihnen zu wechseln oder sie miteinander zu mischen. Neben Kanal-Fadern und Crossfader verfügen professionelle Modelle häufig über Equalizer, Filter und Effekte. Der Mixer bildet damit die zentrale Schaltstelle vieler DJ-Setups.
DMX
DMX ist ein digitales Steuerprotokoll, das in der Veranstaltungstechnik hauptsächlich zur Steuerung von Licht eingesetzt wird. Über DMX lassen sich beispielsweise LED-Scheinwerfer, Moving Heads, Dimmer oder Nebelmaschinen von einem Lichtpult aus kontrollieren. Ein DMX-Universum stellt bis zu 512 Steuerkanäle zur Verfügung und bildet damit eine wichtige Grundlage moderner Lichttechnik.
Drehstrom
Drehstrom ist ein dreiphasiges Wechselstromsystem und wird eingesetzt, wenn größere elektrische Leistungen benötigt werden. In der Veranstaltungstechnik erfolgt die Verteilung häufig über rote CEE-Anschlüsse. Größere Ton-, Licht- oder Videoanlagen können dadurch auf verschiedene Phasen verteilt werden. Eine fachgerecht geplante Stromversorgung berücksichtigt Leistung, Lastverteilung und Schutzmaßnahmen.
DSP
DSP steht für „Digital Signal Processing“. Ein digitaler Signalprozessor kann Audiosignale filtern, verzögern, entzerren, begrenzen oder auf verschiedene Lautsprecherwege verteilen. In modernen PA-Systemen übernimmt ein DSP häufig Frequenztrennung, Limiting und Systemabstimmung. Er ist damit ein wichtiger Bestandteil professioneller Beschallungstechnik.
Dynamisches Mikrofon
Ein dynamisches Mikrofon arbeitet nach einem robusten elektrodynamischen Prinzip und benötigt normalerweise keine Phantomspeisung. Es eignet sich besonders für Live-Gesang, Sprache und laute Instrumente. Auf Bühnen werden dynamische Mikrofone wegen ihrer Belastbarkeit häufig eingesetzt. Je nach Anwendung stehen unterschiedliche Mikrofone zur Verfügung.
EDID
EDID steht für „Extended Display Identification Data“. Darüber teilt ein Display oder Projektor einer Signalquelle unter anderem unterstützte Auflösungen und Bildfrequenzen mit. Bei komplexen Videoanlagen können EDID-Probleme dazu führen, dass kein Bild oder eine falsche Auflösung ausgegeben wird. Bei umfangreicher Videotechnik ist EDID deshalb ein wichtiger Bestandteil der Fehlersuche.
Endstufe
Eine Endstufe verstärkt ein Audiosignal so weit, dass passive Lautsprecher damit betrieben werden können. Leistung, Impedanz und Schutzfunktionen müssen zum angeschlossenen Lautsprechersystem passen. Bei Aktivlautsprechern ist die Verstärkertechnik bereits im Gehäuse integriert. Endstufen bleiben dennoch ein wichtiger Bestandteil passiver Beschallungstechnik.
Equalizer
Ein Equalizer ermöglicht die gezielte Anhebung oder Absenkung bestimmter Frequenzbereiche. Damit kann der Klang angepasst, störende Frequenzen reduziert oder ein Lautsprechersystem auf einen Raum abgestimmt werden. Ein Equalizer ersetzt jedoch keine geeignete Lautsprecheraufstellung. In moderner Audiotechnik ist er häufig bereits im Digitalmischpult oder DSP integriert.
EtherCON
EtherCON ist eine robuste Steckverbindung für Ethernet-Netzwerke, die besonders für professionelle Veranstaltungstechnik entwickelt wurde. Sie schützt den eigentlichen Netzwerkstecker durch ein widerstandsfähiges und verriegelbares Gehäuse. EtherCON wird beispielsweise bei Dante oder Art-Net eingesetzt und verbindet damit verschiedene Bereiche moderner Veranstaltungstechnik.
Fader
Ein Fader ist ein Schieberegler, mit dem beispielsweise der Pegel eines Audiokanals eingestellt wird. Mischpulte besitzen üblicherweise mehrere Kanal-Fader sowie einen oder mehrere Master-Fader. Auch Lichtpulte können Fader zur Steuerung verschiedener Parameter nutzen. Besonders bei Mischpulten ermöglichen Fader eine schnelle und intuitive Bedienung.
Farbtemperatur
Die Farbtemperatur beschreibt die Lichtfarbe einer weißen Lichtquelle und wird in Kelvin angegeben. Niedrige Werte wirken wärmer und gelblicher, höhere Werte kühler beziehungsweise bläulicher. Bei Bühnen-, Film- und Präsentationsbeleuchtung ist eine abgestimmte Farbtemperatur wichtig, damit Personen und Objekte natürlich wirken. Sie gehört deshalb zu den grundlegenden Kriterien moderner Lichttechnik.
Feedback
Feedback beziehungsweise Rückkopplung entsteht, wenn ein Mikrofon das verstärkte Signal eines Lautsprechers erneut aufnimmt und dieses wieder verstärkt wird. Typisch ist ein lautes Pfeifen. Mikrofonposition, Lautsprecheraufstellung, Pegel und Richtcharakteristik beeinflussen die Rückkopplungsneigung. Eine passend geplante Beschallungsanlage kann das Risiko deutlich reduzieren.
Flightcase
Ein Flightcase ist ein stabiles Transportgehäuse für Veranstaltungstechnik. Es schützt beispielsweise Mischpulte, Mikrofone, DJ-Technik oder Scheinwerfer während Transport und Lagerung. Professionelle Cases sind für häufiges Be- und Entladen sowie den raueren Veranstaltungsalltag ausgelegt. Gerade bei mobiler Veranstaltungstechnik helfen Flightcases, empfindliche Geräte zuverlässig zu schützen.
FOH
FOH steht für „Front of House“. Gemeint ist häufig der technische Arbeitsplatz im Publikumsbereich, von dem aus Ton oder Licht gesteuert werden. Beim Ton ermöglicht diese Position dem Techniker, ungefähr das zu hören, was auch das Publikum wahrnimmt. Bei größeren Produktionen bildet der FOH deshalb einen zentralen Arbeitsplatz für die Beschallungstechnik.
Frequenzgang
Der Frequenzgang beschreibt, wie ein Gerät unterschiedliche Frequenzen innerhalb eines bestimmten Bereichs überträgt oder wiedergibt. Bei Lautsprechern zeigt er beispielsweise, welche tiefen und hohen Frequenzen sinnvoll wiedergegeben werden können. Ein besonders breiter Frequenzbereich allein sagt jedoch noch nicht aus, wie gut ein Lautsprecher klingt. Der Frequenzgang ist nur eines von mehreren Kriterien bei Audiotechnik.
Frequenzkoordination
Frequenzkoordination bezeichnet die Planung von Funkfrequenzen für drahtlose Mikrofone, In-Ear-Systeme und andere Funktechnik. Ziel ist es, gegenseitige Störungen und problematische Frequenzkombinationen zu vermeiden. Bei vielen gleichzeitig eingesetzten Funkstrecken wird eine sorgfältige Planung besonders wichtig. Das gilt insbesondere beim Einsatz mehrerer Funkmikrofone.
Frequenzweiche
Eine Frequenzweiche teilt ein Audiosignal in unterschiedliche Frequenzbereiche auf. In einer PA-Anlage können tiefe Frequenzen beispielsweise an Subwoofer und höhere Frequenzen an Topteile geschickt werden. Bei modernen Systemen wird diese Aufgabe häufig digital durch einen DSP übernommen. Die richtige Trennung ist ein wichtiger Bestandteil abgestimmter Beschallungstechnik.
Fresnel-Scheinwerfer
Ein Fresnel-Scheinwerfer erzeugt ein relativ weiches und gleichmäßiges Lichtfeld. Charakteristisch ist die Fresnel-Linse vor der Lichtquelle. Diese Scheinwerfer werden häufig in Theater, Bühne, Film oder bei Veranstaltungen eingesetzt, wenn Personen oder Flächen kontrolliert ausgeleuchtet werden sollen. Sie gehören damit zur funktionalen Lichttechnik.
Funkfrequenz
Eine Funkfrequenz ist die elektromagnetische Frequenz, über die drahtlose Systeme ihre Signale übertragen. Funkmikrofone und In-Ear-Systeme nutzen dafür bestimmte Frequenzbereiche. Welche Frequenzen verwendet werden dürfen und störungsfrei funktionieren, hängt unter anderem vom Frequenzband und Veranstaltungsort ab. Beim Einsatz mehrerer Funkmikrofone sollte die Frequenzplanung deshalb nicht dem Zufall überlassen werden.
Funkmikrofon
Ein Funkmikrofon überträgt das Mikrofonsignal drahtlos zu einem Empfänger. Dadurch kann sich eine sprechende oder singende Person frei bewegen. Ein System besteht typischerweise aus Mikrofon beziehungsweise Sender, Funkverbindung und Empfänger. Für zuverlässigen Betrieb sind geeignete Frequenzen und eine saubere Planung wichtig. Unterschiedliche Funkmikrofone eignen sich für Sprache, Gesang oder Headsets.
Funkstrecke
Eine Funkstrecke ist die komplette drahtlose Signalverbindung zwischen Sender und Empfänger. Bei einem Funkmikrofon besteht sie beispielsweise aus Handsender oder Taschensender und dem passenden Empfänger. Auch Instrumente oder In-Ear-Systeme können über Funkstrecken betrieben werden. Mehrere gleichzeitig eingesetzte Funkmikrofone benötigen eine aufeinander abgestimmte Frequenzplanung.
Gain
Gain bestimmt die Eingangsverstärkung eines Audiosignals. Am Mischpult wird damit beispielsweise ein Mikrofonsignal auf einen geeigneten Arbeitspegel gebracht, bevor es weiterverarbeitet wird. Zu wenig Gain kann den Signal-Rausch-Abstand verschlechtern, zu viel Verstärkung kann zu Übersteuerung führen. Eine saubere Gain-Einstellung gehört deshalb zu den Grundlagen beim Arbeiten mit Mischpulten.
Gain-Staging
Gain-Staging bezeichnet die sinnvolle Abstimmung der Signalpegel entlang der gesamten Audiokette. Vom Mikrofon über das Mischpult und die Signalbearbeitung bis zur Endstufe sollten Pegel so gewählt werden, dass ausreichend Reserve vorhanden ist, ohne unnötiges Rauschen oder Übersteuerung zu erzeugen. Gute Audiotechnik funktioniert erst optimal, wenn auch die Pegelstruktur sauber aufgebaut ist.
Gobo
Ein Gobo ist eine Schablone, mit der ein Scheinwerfer Muster, Formen oder Logos projizieren kann. Gobos kommen beispielsweise in Profilscheinwerfern und Moving Heads zum Einsatz. Neben Standardmustern können je nach Gerät auch individuell angefertigte Gobos verwendet werden. Dadurch lassen sich mit moderner Lichttechnik gezielte grafische Akzente erzeugen.
Ground Support
Ein Ground Support ist eine freistehende Traversenkonstruktion, die vom Boden aus aufgebaut wird. Sie kann beispielsweise Licht-, Video- oder Tontechnik tragen, wenn keine geeigneten Hängepunkte vorhanden sind. Konstruktion, Lastverteilung, Ballastierung und gegebenenfalls Windlast müssen fachgerecht berücksichtigt werden. Ground Supports gehören zum anspruchsvolleren Bereich von Rigging und Bühnentechnik.
Half Coupler
Ein Half Coupler ist eine stabile Klemme zur Befestigung von Veranstaltungstechnik an Traversen oder Rohren. Er umschließt das Rohr weitgehend und wird beispielsweise für Scheinwerfer oder andere technische Komponenten verwendet. Die zulässige Belastbarkeit des jeweiligen Couplers muss bei der Montage berücksichtigt werden. Half Coupler sind typische Verbindungselemente im Bereich Rigging und Bühne.
Hazer
Ein Hazer erzeugt einen sehr feinen atmosphärischen Nebel, der sich möglichst gleichmäßig im Raum verteilt. Dadurch werden Lichtstrahlen sichtbar, ohne dass die dichten Nebelwolken einer klassischen Nebelmaschine entstehen. Hazer werden häufig bei Konzerten und Shows eingesetzt. In Verbindung mit geeigneter Lichttechnik entsteht dadurch deutlich mehr räumliche Tiefe.
HDBaseT
HDBaseT ist eine Übertragungstechnologie, mit der unter anderem hochauflösende Videosignale über geeignete Netzwerkkabel über größere Entfernungen transportiert werden können. Sie wird beispielsweise bei Präsentationstechnik oder größeren Veranstaltungsaufbauten eingesetzt. HDBaseT ist damit eine Möglichkeit, bei umfangreicher Videotechnik längere Signalwege zuverlässig zu überbrücken.
HDCP
HDCP ist ein digitaler Kopierschutz, der bei HDMI- und anderen digitalen Videoverbindungen auftreten kann. Wenn Quelle, Verteiler oder Display nicht korrekt miteinander kommunizieren, kann ein schwarzes Bild entstehen. Bei professioneller Präsentationstechnik muss deshalb die gesamte Signalkette berücksichtigt werden. Besonders bei komplexerer Videotechnik ist HDCP eine häufige Ursache unerwarteter Bildprobleme.
HDMI
HDMI ist eine digitale Schnittstelle zur Übertragung von Bild und Ton. Sie wird bei Notebooks, Beamern, Displays, Videomischern und vielen weiteren Geräten eingesetzt. Bei Veranstaltungen können besonders bei langen Leitungswegen aktive Kabel, Glasfaser oder Signalverlängerungen erforderlich sein. HDMI gehört heute zu den wichtigsten Verbindungen innerhalb moderner Videotechnik.
Headsetmikrofon
Ein Headsetmikrofon wird am Kopf getragen und positioniert die Mikrofonkapsel nahe am Mund. Dadurch bleibt der Abstand zur Schallquelle auch bei Bewegungen relativ konstant. Headsets eignen sich für Moderationen, Vorträge, Theater oder Präsentationen, bei denen beide Hände frei bleiben sollen. Je nach Anwendung können unterschiedliche Mikrofone eingesetzt werden.
Hochpassfilter (HPF)
Ein Hochpassfilter lässt Frequenzen oberhalb einer bestimmten Grenzfrequenz passieren und reduziert tiefere Frequenzen. Bei Sprachmikrofonen kann er beispielsweise Trittschall oder tieffrequente Störungen verringern. In Beschallungssystemen ist der HPF außerdem ein Werkzeug für Systemabstimmung und Lautsprecherschutz. Viele moderne Mischpulte bieten solche Filter direkt pro Kanal.
Impedanz
Die Impedanz beschreibt den Wechselstromwiderstand eines elektrischen Systems und wird in Ohm angegeben. Bei passiven Lautsprechern und Endstufen ist sie besonders relevant. Werden mehrere Lautsprecher miteinander verbunden, verändert sich die Gesamtimpedanz und damit die Belastung für den Verstärker. Bei passiver Beschallungstechnik müssen Endstufe und Lautsprecher deshalb elektrisch zueinander passen.
In-Ear-Monitoring
Beim In-Ear-Monitoring hören Musiker oder Sprecher ihren persönlichen Monitormix über Ohrhörer statt über Bühnenlautsprecher. Das kann den Schallpegel auf der Bühne reduzieren und ermöglicht individuelle Mischungen. Professionelle Systeme arbeiten häufig drahtlos über Sender und Empfänger. In-Ear-Monitoring ergänzt klassische Audiotechnik besonders bei Live-Produktionen.
Intercom
Ein Intercom-System dient der internen Kommunikation zwischen Mitarbeitern einer Produktion. Beispielsweise können Regie, Kameraleute, Bühnenpersonal sowie Ton- und Lichttechnik miteinander sprechen, ohne dass diese Kommunikation über die Publikumsbeschallung zu hören ist. Besonders bei größeren Produktionen ergänzt ein Intercom die übrige Veranstaltungstechnik um einen eigenen Kommunikationsweg.
IP-Schutzart
Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist. Bei Outdoor-Veranstaltungen ist diese Angabe besonders relevant. Eine hohe IP-Klassifizierung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Gerät unter allen Wetterbedingungen eingesetzt werden darf. Bei Außenveranstaltungen sollte auch die übrige Stromversorgung für den Einsatz geeignet sein.
Kabelbrücke
Eine Kabelbrücke schützt Leitungen, die über Lauf- oder Fahrwege geführt werden. Kabel liegen dabei in vorgesehenen Kanälen und werden durch eine stabile Abdeckung gegen mechanische Belastung geschützt. Gleichzeitig kann eine korrekt eingesetzte Kabelbrücke die Stolpergefahr reduzieren. Sie gehört damit zum praktischen Zubehör temporärer Stromversorgung.
Klinkenstecker
Ein Klinkenstecker ist eine verbreitete Audio-Steckverbindung. Typische Größen sind 6,3 mm und 3,5 mm. Je nach Ausführung kann eine Klinkenverbindung mono, stereo, symmetrisch oder unsymmetrisch genutzt werden. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Steckerform, sondern auch die Beschaltung. Klinkenverbindungen finden sich an vielen Geräten der Audiotechnik.
Kompressor
Ein Kompressor reduziert den Dynamikumfang eines Audiosignals, indem er laute Signalanteile oberhalb eines eingestellten Schwellenwerts kontrolliert. Er kann beispielsweise Sprache oder Gesang gleichmäßiger machen. Zu starke Kompression kann allerdings unnatürlich wirken. In digitalen Mischpulten ist ein Kompressor häufig bereits für viele Eingangskanäle integriert.
Kondensatormikrofon
Ein Kondensatormikrofon arbeitet mit einer empfindlichen Mikrofonkapsel und bietet häufig eine detaillierte Klangübertragung. Viele Modelle benötigen Phantomspeisung. Sie werden beispielsweise für Sprache, Instrumente oder Overheads eingesetzt, können aber empfindlicher auf Raumgeräusche reagieren. Verschiedene Mikrofone eignen sich deshalb für unterschiedliche Schallquellen und Anwendungen.
Konferenztechnik
Konferenztechnik umfasst technische Lösungen für Tagungen, Meetings, Podiumsdiskussionen und vergleichbare Veranstaltungen. Dazu können Mikrofone, Beschallung, Displays, Projektoren, Kameras, Streaming- und Videokonferenztechnik gehören. Welche Komponenten benötigt werden, hängt von Teilnehmerzahl, Raum und Veranstaltungsformat ab. Besonders Präsentations- und Videotechnik spielen dabei häufig eine zentrale Rolle.
Latenz
Latenz ist die zeitliche Verzögerung zwischen Eingang und Ausgabe eines Signals. Sie entsteht beispielsweise bei digitaler Audio- oder Videoverarbeitung. Kleine Verzögerungen bleiben häufig unbemerkt, während größere Latenzen bei Live-Ton, Monitoring, Video oder Streaming deutlich störend werden können. Bei digitaler Veranstaltungstechnik sollte deshalb die gesamte Signalkette betrachtet werden.
LED-Wand
Eine LED-Wand besteht aus vielen einzelnen LED-Modulen, die gemeinsam eine große Bildfläche bilden. Anders als eine Projektion erzeugt sie das Bild selbst und kann deshalb besonders hohe Helligkeiten erreichen. Entscheidend für die Auswahl sind Bildgröße, Betrachtungsabstand, Pixelpitch und Einsatzort. LED-Wände sind eine leistungsstarke Form moderner Videotechnik.